„Die Zwanziger – 1920 / 2020“

Frühlingskonzert mit Pep und Gefühl

Die ewig jungen Hits der Zwanziger des vorigen Jahrhunderts erklangen im ersten Teil des Konzerts, präsentiert von Frauen, die sich stilecht mit Boas, Federkopfschmuck und Glitzerkleidern herausgeputzt hatten.  Nicht nur sich selbst, auch den Saal hatten sie mit vielen Accessoires und Kostümen der 20er geschmückt. Den Ton gab wieder Hans-Joachim Straub an, der in den Neunzigern selbst in der Operette „Frau Luna“ von Paul Lincke als Solist auf der großen Bühne stand und nun mit „seinen Frauen“ die abenteuerliche Mondfahrt wagte. „Manch Fläschchen haben wir verpackt, der Proviant ist eingesackt“ sangen sie geheimnisvoll vor dem Start. Ein Höhepunkt war „Schlösser, die im Monde liegen“ mit der hochbegabten Gesangsschülerin Florentine Schmitz, die zusätzlich mit einem George-Bizet-Solo glänzte.

Außer Frau-Luna-Titeln erklangen mit peppiger Klavierbegleitung von Julian Kaspari neben dem „Kleinen Kaktus“ weitere unvergessene Lieder der Comedian Harmonists. Viel Spaß gab es mit „Nu grade nich“ von Otto Reutter. Es folgten unter anderem das durch Marlene Dietrich bekannte „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ als Solo von Ruth Gesellensetter und „Lady be good“ von Geoge Gershwin (1924) als jazziger Gruß aus der Ferne.

In der Pause Garderobenwechsel. In Jeans und Shirts präsentierte der Chor die aktuellen Zwanziger, mit Titeln von Rosenstolz (Liebe ist alles), Nena (Wunder gescheh‘n), den Toten Hosen (Tage wie diese) und Max Rabe (Für Frauen ist das kein Problem), die vom Frauenchor immer wieder gern gesungen werden. Zum Abschluss noch mal Paul Lincke mit der „Berliner Luft“. Zwei mal. Das Publikum hatte die Zugabe erklatscht.